Hallo, ich bin Lea.
Anscheinend bin ich die Erste, die hier im neuen Forum etwas schreibt. :) Das ist aber ok.
Ich bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Auch wenn ich nicht viel schreiben werde, tut es gut, etwas loswerden zu können.
Mein Missbraucher in meiner Kindheit war mein Stiefbruder. Als ich 30 war, konnte ich das erste mal mit einer Therapeutin darüber reden. Ich kam eigentlich wegen einem beruflichen Burnout in ihre Praxis. Beim ersten Kennenlernen erwähnte ich nebenbei, dass ich von meinem damaligen Stiefbruder zwei Mal missbraucht worden bin, als unsere Eltern nicht zuhause gewesen waren.
Die Therapien liefen gut, so dass ich bei ihr geblieben bin. Irgendwann machte sie mich darauf aufmerksam, was ich über meinen Stiefbruder in der ersten Stunde erwähnt hatte. Uff. Das ist nun mein Hauptthema. Ist nicht einfach.
Bis hierhin erst einmal.
Lea
Hallo liebe Lea,
herzlich willkommen bei SIA und herzlich willkommen im SIA-Forum.
Du bist tatsächlich die Erste, die hier im neuen Forum geschrieben hat. :)
Es tut gut, in welcher Form auch immer, etwas loszuwerden, etwas nicht für sich zu behalten. In der SIA-Literatur wird davon gesprochen, dass man sich unschuldig reden muss als Opfer von sexuellem Missbrauch. In meiner Welt ist es so, dass durch das viele Reden sich allmählich immer mehr der Nebel lichten konnte, der mich umgeben hat all die Jahrzehnte. Ich habe mit Anfang 30 angefangen, zu Therapeuten zu gehen. Bei der Aufarbeitung stelle ich fest, dass ich heute als Erwachsener mir den Missbrauch ansehen kann. Ich habe Verständnis für mich, dass ich als Kind auf keinen Fall hinsehen konnte und dass ich dissoziieren musste, um nichts zu erkennen. -
Das alles empfinde ich natürlich immer noch als gemein. Auch, weil es ja mein komplettes Leben beeinflusst und beeinflusst hat. Gleichzeitig ist es aber mein einziges Leben. Deshalb arbeite ich die Kindheit weiter auf, damit ich immer besser fühlen kann, wie schöne die Welt eigentlich ist. Die einzige Weisheit, die ich in SIA entwickelt habe, ist, nur nicht aufhören. :)
Ich wünsche Dir auf Deinen Wegen viel Erfolg und drücke Dir die Daumen bei allen Dingen, die vor Dir liegen!
Liebe Grüße und gute 24 Stunden,
Andreas
Danke für Deine Begrüßung, Andreas.
Ich bin noch ganz am Anfang von allem. Ich weiß nur, dass mir Reden gut tut. Aber auch das nur in Grenzen fürs erste. Vielleicht schreibe ich bald mehr.
Lea